16.03.16 00:00 Alter: 4 Jahre
Kategorie: Pressemitteilungen

Concertino mit Little Big Noise Band – Didaktischer Ansatz kommt von Stefan Raabs Studioband

Beim Rigaring-Concertino der Musikschule Soest am 16. März spielte erneut die Little Big Noise Band: junge Musiker im Alter von 10 bis 12 Jahren wagten sich unter der Leitung von Bandleader Patrick Porsch an Jazz- Funk und Pop.


Seit zwei Jahren gibt es diese Junioren-Band, 12 Mitglieder gehören zum Ensemble, 11 davon traten am Mittwoch auf und zeigten im Rahmen des „Concertinos“, was sie drauf haben. Kindern in diesem Alter Musik schmackhaft zu machen, geht vor allem über die Begeisterung am Instrument oder am Song: „Da kennt der Bassist aus dem Radio einen Song mit einer prägnanten Basslinie, dann will er das unbedingt nachspielen, der Instrumentallehrer unterstützt das – und am Ende klappt‘s. Bei Gitarre, Schlagzeug und Blasinstrumenten läuft das ganz ähnlich“, erklärt Porsch. Er ist der Bandleader und führt die Kids wiederum im Team zusammen und vermittelt Kenntnisse über Rhythmus, gleichmäßiges Tempo und mehrstimmiges Zusammenspiel.

Der didaktische Ansatz fußt dabei auf einem Konzept der Stefan-Raab-Studioband „The Heavytones“. Die Gruppe hat etliche Jingles aus der Fernsehsendung TV Total sowie einige Songs radikal vereinfacht und als Lehrbuch unter dem Titel „Heavytones Kids: Play Pop“ heraus gebracht. „Das klappt super“, berichtet Bandleader Porsch, der nach längerer Recherche auf diesen „Bigbandansatz für Kinder“ gestoßen ist. „Mittlerweile sind wir aber schon ein Stückchen weiter und spielen auch Sachen, die man bei 1 Live oder sonstwo im Radio hören kann.“

Für die jetzt 11 bis 12-jährigen Schüler ist das Concertino, also das Vorspielen vor kleinem Publikum ein weiterer wichtiger Schritt: „Musikschulleiter Ulrich Rikus: „Die müssen ja auch Lampenfieber überwinden lernen, die müssen lernen im Rhythmus zu bleiben und weiter zu spielen, obwohl vielleicht gerade ein Fehler passiert ist. Auch solche Sachen sind für Musiker und für das Selbstbewusstsein von jungen Menschen ziemlich wichtig. Wir sind deswegen dankbar, dass wir auch mit Hilfe von Sponsoren diese Art von Musikausbildung realisieren können.“

Für die Mitglieder der „Little Big Noise Band“ stellt sich in mittelferner Zukunft dann eine weitere Herausforderung: wo spielt man als 14-, 15-, 16jähriger, vor allem wenn „unten“ neue Achtjährige nachrücken. Porsch: „Da mach ich mir keine Sorgen: Bigband-Musik hat seit ein paar Jahren einen guten Lauf. Hier in Soest gibt es das Burning Bigband-Projekt. Und immer wieder gibt es hier und da Combo-Neugründungen von jungen Musikern.“ Rikus: „Wenn wir mit unserer Arbeit die Kids so weit bringen, dass sie sich später mit anderen Musikern selbst organisieren, haben wir schon viel erreicht.“